Schillers Freu(n)de spielen als zweite Inszenierung der Saison ...

Moritz Rinke: "Café Umberto"

Café Umberto, das ist ein einfacher Coffee-Shop im Arbeitsamt einer Kommune, die offensichtlich in immer größere finanzielle Schwierigkeiten gerät. Hier lernen sich Jule und Jaro kennen, er ein arbeitsloser Musiker, sie eine begabte Modedesignerin, die ihre Erfolglosigkeit in immer größere Labilität stürzt. Jaro versucht, ihr ein wenig Halt zu geben, eine zarte Liebe beginnt. Dauergäste im Café Umberto sind auch Anton, ein arbeitsloser Universitätsdozent, und seine Frau Paula, Malerin. Ihre Liebe und ihr Glück werden durch die Demütigungen der Arbeitslosigkeit und immer absurdere Jobangebote dramatisch unterhöhlt. Lukas, ein Erdkundelehrer ohne Arbeit, muss damit klarkommen, dass seine Freundin Sonia eine äußerst erfolgreiche Fernsehmoderatorin ist. Als Sonias Stimme für automatisierte Ansagen im neuen “Job-Center” gesampelt wird, fühlt sich Lukas endgültig verhöhnt.
Der junge Dramatiker Moritz Rinke hat sich – treffsicher, zugespitzt – Arbeit gemacht mit “Café Umberto”, dem neuesten Drama um die fatale Erfahrungs-Gleichung: Verlust von bezahlter Arbeit gleich Würdeverlust. Unaufgeregt, ohne Griff in die effektheischende Trickkiste und doch spannungsvoll inszeniert, wird ein Stück, das die dramatisierte Aufforderung ins Zentrum stellt, die Begriffe Zeit und Arbeit neu zu definieren. Frei nach dem Motto: Wenn du die Verhältnisse nicht ändern kannst, ändere deine Einstellung dazu?
Ganz so leicht macht es sich Rinke nicht. Dazu horcht sein Stück zu sensibel die widersprüchliche individuelle Seelenlage der Hartz IV-geprägten Protagonisten aus. Dementsprechend lässt sich unsere Inszenierung Zeit mit dem tragikomischen Stück. Und das scheint uns gut so. Menschen, deren Alltag vom Warten bestimmt ist, wird ein atemloses Revue-Stakkato nicht gerecht. Dem Publikum bietet das Stück freie Zeit, die eigene Lage auszuloten; ein anregender Stoff für selbstbestimmte Kopf-Arbeit, auch später.
“Kann man über Arbeitslosigkeit noch schreiben? Grundsätzlich nein, jedenfalls nicht auf die herkömmliche, gutgemeint sozialkritische Art … Café Umberto ist kein Arbeitslosen-Drama, es sind drei Liebesgeschichten aus der Arbeitslosigkeit.” (John von Düffel)

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Schüler, 8 Euro für Erwachsene. Für Klassen, Kurse und Gruppen ab 10 Personen reduziert sich der Eintrittspreis für Schüler um 50% auf 2,50 Euro, für Erwachsene auf 4 Euro; begleitende Lehrkräfte von Schülergruppen sind frei.

Ort: WCM-Gebäude Heidenheim, Schmelzofenvorstadt 33, (Eingang: ehem. Tanzschule Wrede).

Premiere: Donnerstag, 24. Juni 2010, 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen:
Sonntag, 27. Juni 2010, 19.30 Uhr;
Samstag, 03. Juli 2010, 19.30 Uhr;
Freitag, 09. Juli 2010, 19.30 Uhr;
Mittwoch, 14. Juli 2010, 19.30 Uhr;
Samstag, 17. Juli 2010, 19.30 Uhr.

Vorverkauf: Ticketshop im Pressehaus, Buchhandlung Konold, Sekretariat Schiller-Gymnasium


zuletzt bearbeitet: 28.03.2012 von ungar

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